Jobs - AIDS-Hilfe Bremen e.V. Zentrum für Suchterkrankungen und sexuelle Gesundheit

Sielwall 3
28203 Bremen

Tel.: 0421 - 33 63 63 - 0
info@aidshilfe-bremen.de
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Sozialpädagoge* oder Sozialarbeiter* (m/w/d)


Die Regenbogen gGmbH sucht zum nächstmöglichen Termin in Bremen-Nord einen Sozialpädagogen* oder Sozialarbeiter* (m/w/d) mit Studienabschluss für die ambulante Betreuung drogengebrauchender Frauen und Männer. Die Stelle umfasst 30 Std./ Woche und ist unbefristet. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TVÖD.

Wir bieten:
• ein vielseitiges und interessantes Aufgabengebiet im Bereich psychosozialer Betreuung
• die Gewährleistung praxisbezogener Einarbeitung
• Zusammenarbeit in einem qualifizierten und motivierten Team
• Regelmäßige Teilnahme an Supervision/ Fallcoaching/ Fortbildungen


Wir wünschen:
• erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit/ Sozialpädagogik
• Interesse und Motivation an der Arbeit mit drogengebrauchen Frauen und Männer
• Bereitschaft zum selbständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten sowie zur Mitarbeit im Team
• Führerschein Klasse B
• Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsdiensten
• Engagement und Belastbarkeit
• Kommunikations-, Kooperations- und Teamfähigkeit
• Fähigkeit zur professionellen Distanz und Empathie

Bei Fragen wenden Sie sich gern an Frau Sabrina Mannott, Tel. 0421 - 33 63 63 16.
Bei Interesse senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen per Post / Mail an:

Regenbogen gGmbH
Fr. Sabrina Mannott
Kreinsloger 65
28777 Bremen
oder






Praktikum:
Ab und zu haben wir die Möglichkeit ein Praktikum in einem unserer Bereiche anzubieten. Wir vergeben aber keine Kurzzeit-Praktika. Für sensible Bereiche wie das "Betreute Wohnen" oder "Intensiv Betreute Wohnen" ist eine Einarbeitung notwendig, so etwas ist leider nicht mit einem Praktikum von nur 2 oder 4 Wochen möglich. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur Plätze anbieten können, wenn uns für den Zeitraum genügend Personal zur Verfügung steht, um das Praktikum fachlich zu begleiten.




Ehrenamt:

Oft erhalten wir Anfragen ob man uns ehrenamtlich unterstützen darf. Dabei stellen wir fest, dass viele eine falsche Vorstellung davon haben, was in AIDS-Hilfen heutzutage so passiert. Um Euch (und uns) Enttäuschungen zu ersparen, haben wir ein paar Zeilen zu dem Thema verfasst. Zugegebenermaßen überspitzt, aber aus einer ehrlichen Sichtweise und Erfahrung heraus:

Wir suchen Ehrenamtliche, die sich von der Vorstellung verabschiedet haben, dass man heutzutage in einer AIDS-Hilfe noch auf Sterbende trifft, die nur darauf warten, dass eine wildfremde Person ihnen zum Sterben die Hand hält. Diese Zeiten sind vorbei. Unsere Klienten sterben neuerdings an so banalen Dingen wie Herzinfarkt, Verkehrsunfall oder einfach am Ersticken, weil ihnen ein Stück Wurst quer im Hals lag. Also eher spontan, aber nicht an den Folgen von AIDS. Das kann übrigens jedem passieren, ob mit oder ohne HIV - ob Mitarbeiter:in, Praktikant:in oder Besucher:in.

Wir suchen daher:
Leute, die richtig Bock darauf haben z.B. unseren Keller auszumisten, zu putzen, Flyer verteilen, Botengänge erledigen, selbstständig die Aufgaben erledigen und dabei zu keiner zusätzlichen Betreuungsarbeit unsererseits werden. Also Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und völlig unverkrampft unseren Verein unterstützen möchten, manchmal auf Abruf, gerne aber auch regelmäßig. Bevorzugt mit einem sinnvollen eigenen Projekt, welches unsere Arbeit unterstützt. (Bestenfalls gewinnbringend, so dass aus dem Ehrenamt vielleicht sogar ein Mini-Job wird.)
Manchmal kann es auch einfach nur eine handwerkliche Tätigkeit sein oder einen Klienten von A nach B zu fahren. ABER wir sind kein Therapiezentrum und Ehrenamt heißt nicht eine betreute Beschäftigungstherapie. Dafür sind wir personell zu schlecht ausgestattet. Wir eignen uns nicht dazu, persönliche schlimme Erfahrungen im Rahmen eines Praktikums oder ehrenamtlicher Tätigkeit zu kompensieren. Dafür sind andere Stellen/Therapien besser geeignet! Also kurz: Wir suchen Unterstützung, keine Belastung!

Was wir NICHT suchen:

  • Menschen, die vorgestern bei 4 Gläsern Wein ein AIDS-Drama aus den frühen 90ern im TV gesehen haben und nun denken "Ich muss mal etwas tun....! Weil alles sooo schlimm ist und wegen der Welt und so und überhaupt."

  • Menschen, die einen nahestehenden Angehörigen verloren haben und hoffen, die Arbeit bei uns könnte ihnen bei der Bewältigung ihrer Krise helfen! (Kann sie leider nicht, den Zahn müssen wir Ihnen hier leider ziehen!)

  • Menschen, die aus konstruierten Zusammenhängen und falschen Vorstellungen meinen, wir würden hier nur zum Spaß arbeiten und hätten daher alle Zeit der Welt uns ausschließlich mit ihnen zu beschäftigen und nicht mit unserer Arbeit. Ein Ehrenamt soll uns unterstützen und unsere Arbeit konstruktiv ergänzen, aber keinesfalls sollte es mehr Arbeit verursachen.

  • Humorbremsen und Berufs-Betroffene. Unsere Arbeit kann richtig Spaß machen und wir lachen hier sehr viel. Wer zum Lachen in den Keller geht, ist bei uns falsch. Aber moment.... Wenn jemand im Keller dann aufräumt und Dinge sortiert, dann nehmen wir sehr gerne auch Leute die im Keller lachen. :-)

Geld gibt es hier leider nicht abzugreifen. Auch keinen Ruhm. (Es sei denn Ihr vertreibt die Tauben im Hinterhof dauerhaft oder die Sprayer, die unsere Fassade verunstalten oder Leute die uns Döner-Reste vor die Tür werfen, dann gibt es Ruhm und einen Orden von uns!) Auf alle Fälle gibt es ein ehrliches Dankeschön und als Sahnehäubchen einen Haufen netter KollegInnen, die man sich in anderen Jobs wahrscheinlich erst schnitzen muss.

Wenn das Profil auf Dich zutrifft, melde Dich gerne. Hattest Du allerdings schon ca 4 Gläser Wein (oder andere Substanzen Deiner Wahl) und schaust gerade ein AIDS-Drama aus den 90ern im TV .... dann schlafe Dich erstmal aus und überlege morgen mit klarem Kopf, ob Du Zeit und Lust und überhaupt ein ehrliches Interesse an einem Ehrenamt hast. Wir suchen keine Quickies, wir suchen was fürs Leben. :-)

Ach so, eines solltest Du noch wissen: Zu unseren Klienten zählen u.A. Drogenabhängige Menschen, Substituierte, Menschen die mal Banken überfielen oder jemanden umgebracht haben. Dealer, Prostituierte, Klein- und Großkriminelle. Einige sind schwul (ooooouuuh) andere hetero (mimimimimiii) Wir haben auch Transexuelle (huiii!). Oder völlig "normaaaaaal". Allen ist eines gemein: Sie sind Menschen und wollen wie Menschen angenommen werden. Uns interessiert nicht was sie getan haben, uns interessiert WER sie sind. Wir möchten nur darauf hinweisen, dass diese Menschen auch leiden, wenn jemand sich als ehrenamtlicher Helfer um sie kümmern möchte, dann nach einem oder mehreren Treffen aber feststellt, dass es nichts ist und sich bei uns nie wieder blicken lässt. Wer bei uns anfangen möchte, hat ein Mindestmaß an Verantwortung zu tragen. Anderen gegenüber aber auch und vor allen sich selbst gegenüber. Deswegen sollte man sich alle Dinge im Vorfeld schon gut überlegen und nicht einfach - so gut es auch gemeint ist - eine Anfrage stellen.

Wenn jetzt von 2000 Bewerbern einer übrig bleibt, sind wir dankbar und freuen uns Dich bei uns begrüßen zu dürfen! Und sag uns nachher nicht, wir hätten Dich nicht vorgewarnt. ;-)


Kennen Sie schon unsere ausführliche Homepage zu unseren Schnelltest-Angeboten?
            
www.schnelltest-bremen.de
Nix gefunden? Schauen Sie ansonsten doch gerne mal bei der Freiwilligen-Agentur vorbei, auch dort werden in allen Bereichen ehrenamtliche Tätigkeiten angeboten:


AIDS-Hilfe Bremen e.V. - Zentrum für Suchterkrankungen und sexuelle Gesundheit
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